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Der Bundespreis ging an die Firma Merkle
Schweißanlagen-Technik aus Kötz (Landkreis Günzburg),
den Bayerischen Staatspreis erhielten die Novoflow Umwelt- und Filtertechnik
GmbH aus Oberndorf am Lech (Kreis Donau-Ries) und die Jotha-Fahrzeugbau
AG aus Donauwörth. Umweltschonend, anpassungsfähig und kraftsparend
präsentierten sich die drei Bewerberfirmen aus Schwaben der Jury.
Mit ihrem tragbaren Schweißgerät verdiente sich die Merkle
Schweißanlagen-Technik GmbH aus Kötz den Bundespreis. Das Gerät
ist universal einsetzbar und passt sich an die jeweilige Leistung im Stromnetz
an. Insgesamt ging der Bundespreis an zwölf Betriebe, 63 Unternehmen
hatten sich beworben. Die Firma Merkle war 2001 bereits mit dem Bayerischen
Staatspreis ausgezeichnet worden. Das Kötzer Unternehmen ist nach
Angaben der Handwerkskammer für Schwaben einer der führenden
Anbieter im Bereich der Schweißtechnik. Mit Niederlassungen in Deutschland,
Osterreich und Brasilien bedient es auch internationale Märkte.
Der Bayerische Staatspreis ging an die Jotha-Fahrzeugbau
AG aus Donauwörth. Das 1929 gegründete Unternehmen stellt
Aufbauten für Lastwagen, Anhänger für Auto-Transport, Sonderanhänger
für Feuerwehren und Aufbauten für Baufahrzeuge her. "Wir
haben uns eine Nische gesucht", sagt Geschäftsführer Erwin
Huber. Um das Be- und Entlade von Containern zu erleichtern, entwickelte
das Unternehmen eine Ladeplattform, die sowohl gekippt als auch waagrecht
bewegt werden kann.
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Im Gegensatz zum Container
kann die flache Plattform so zum Beispiel direkt mit einer Schubkarre befahren
und beladen werden. Bis zu 8,5 Tonnen Gewicht hebt der "CombiCon 3500"
in seiner größten Ausführung, er transportiert Schüttgut
ebenso wie Maschinen. "Wenn man zum Beispiel Sand aufladen will, muss
man ihn bei Containern in Kübelform Schaufel für Schaufel über
den Rand des Behälters heben. Bei unseren flachen Containern fährt
man einfach ebenerdig mit der Schubkarre auf die Plattform", erklärt
Huber die Vorteile des Geräts.
Auch die Novoflow Umwelt- und Filtertechnik GmbH aus
Oberndorf am Lech überzeugte die Jury. Die beiden Geschäftsführer
Erhard Rudolf und Franz Fastner erfanden ein umweltfreundliches Filtersystem.
Das Verfahren, das zum Beispiel bei der Abwasserreinigung eingesetzt werden
kann, trennt Stoffe aufgrund ihrer Molekülgröße. Neu ist,
dass das Abwasser durch Düsen schräg auf die Filter aufgesprüht
wird, um die Verschmutzung der Filterscheiben zu verringern. "Das Ganze
funktioniert nach den Besen-Prinzip", erklärt Rudolf. "Wenn
Regenwasser in einen Abfluss strömt, verstopft der Schutt die Öffnung.
Wenn man aber mit einem Besen über den Sickerdeckel kehrt, verhindert
man eben diese Verstopfung." Neu ist bei diesem System auch, dass die
Filter wie Bausteine erweitert werden können.
Kriterien bei der Vergabe der Preise waren Kreativität, Umweltfreundlichkeit
und Nützlichkeit der Erfindungen, so Konrad Rebholz von der Bundesjury.
"Die Handwerker haben sehr viel Einsatz und Grips bewiesen." |